Barbara Münstermann | Gedanken zu meiner Kunst
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Meine Malerei bewegt sich weitgehend zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktem. Viele Motive aus der Natur begegnen mir auf Spaziergängen, in meinem Garten oder auf Reisen. Nach der Betrachtung folgt die fotografische Auseinandersetzung. Zu vielen Motiven gibt es unzählige Fotografien. Auch die Skizze dient der Vorbereitung.
Mir ist wichtig, nicht abzubilden sondern die Themen als impulsgebend aufzugreifen und sie sich dann frei entwickeln zu lassen, sie zu verändern, neue Schwerpunkte zu entdecken und einen neuen Ausdruck zu finden.
Oft sind auch nur kleine Details von Interesse, fein mit Tusche auf Papier begonnen vergrößert sich alles und endet als großformatiges Bild auf der Leinwand.
Dabei kippt die gegenständliche Darstellung immer wieder ins Abstrakte und entfernt sich so langsam von ihrem Ursprung.
Beim Thema Wasser zum Beispiel entsteht durch Überlagerung und Schichtung des Farbauftrags eine Fülle von Ein- und Durchsichten. So kommt Ungesehenes, Verborgenes, und Erahntes zum Vorschein.
Auch bei den Pflanzenbildern oder Arbeiten, die an Gespinste erinnern, bleibt die sichtbare Realität stets Ausgangspunkt des Schaffens, verändert sich dann aber hinsichtlich Form, Farbe und Struktur. Hier steht die Brüchigkeit von Gestein, die Materialität von Wurzeln, Rinden, Verwelktem, Marodem, Zerfallenem, die einzigartige Vielfalt des ganzen Makrokosmos im Fokus.
Wichtig ist mir trotz aller Veränderungen, Verwandlungen und Metamorphosen stets das Wesen, den Kern, die Seele des Gefundenen zu erhalten. Bei aller Abstraktion, die eine gegenständliche Abbildung nur noch andeutet, soll anklingen und spürbar mitschwingen, was uns an der Natur und ihrer Vollkommenheit fasziniert.